Abwasser- und Abfallbeseitigungs-, Reinigungs- und Umweltschutzdienste

DTAD-ID: 15395734
Region:
60311 Frankfurt am Main (Altstadt)
Auftragsart:
Europaweite Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren
Vergabestelle:
Sichtbar nach Registrierung
Auftragnehmer:
Sichtbar nach Registrierung
Kategorien:
Dienstleistungen in der Abwasserbeseitigung, Reinigung, Sanierung des städtischen Raumes, Müllentsorgung
CPV-Codes:
Abwasser- und Abfallbeseitigungs-, Reinigungs- und Umweltschutzdienste
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Neuvergabe Minderheitsgesellschaftsanteil an der FES durch die Stadt Frankfurt am Main an einen strategischen privaten Partner.
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
02.07.2019
Frist Angebotsabgabe:
30.07.2019

Diese Ausschreibung ist bereits abgelaufen.

Mit der webbasierten Applikation DTAD 360 erhalten Sie tagesaktuelle Ausschreibungen für Ihre Anfrage.
Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Deutschland-Frankfurt am Main: Abwasser- und Abfallbeseitigungs-, Reinigungs- und Umweltschutzdienste - Neuvergabe strategische Partnerschaft FES
Neuvergabe Minderheitsgesellschaftsanteil an der FES durch die Stadt Frankfurt am Main an einen strategischen privaten Partner.

CPV-Codes:
90000000

Die Stadt Frankfurt am Main führt gegenwärtig die kommunale Abfallentsorgung auf der Grundlage einer 1998 gegründeten institutionalisierten Öffentlichen Privaten Partnerschaft (IÖPP) durch. Kooperationsgesellschaft ist die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), an der gegenwärtig die Stadt Frankfurt am Main mit 51 % und die Remondis GmbH & Co. KG mit 49 % beteiligt sind. Der Gesamtumsatz der FES-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 rund 241 Mio. EUR betragen. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum 31.12.2018 insgesamt 1 869 Mitarbeiter. Der private Minderheitsgesellschaftsanteil von 49 % an der FES soll zum 1.1.2021 mit einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren im Wege eines share deals neu vergeben werden. Der gegenwärtige private Minderheitsgesellschafter hat diesem Vorgehen zugestimmt.
Die Neuvergabe erfolgt umfassend, d. h. das gegenwärtige Geschäftsportfolio der FES bleibt in der Struktur unverändert und besteht heute zu rund 40 % aus sogenanntem „Satzungsgeschäft“ mit der Stadt Frankfurt am Main und zu rund 60 % aus sogenanntem „Drittgeschäft“ (gewerblicher Bereich).
Übergeordnetes Verfahrensziel der Stadt Frankfurt am Main ist die langfristige Sicherung einer strategischen Partnerschaft im Bereich der kommunalen Abfallwirtschaft mit einem privaten Partner, um die Herausforderungen der Zukunft insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Emissions-Reduzierung, Lärmreduzierung und „Green Procurement“ zu meistern. Bei dieser Gelegenheit sollen zugleich die derzeit unterschiedlichen Laufzeiten der wesentlichen zwischen der Stadt Frankfurt am Main und der FES bestehenden sogenannten „Einzelleistungsverträge“, insbesondere über Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Bioabfallverwertung, harmonisiert und für die Dauer der Kooperation (d.h. ebenfalls für 20 Jahre) neu abgeschlossen werden.
Im Einzelnen siehe Verkaufsmemorandum, welches den interessierten Unternehmen mit der Auftragsbekanntmachung zur Verfügung gestellt wird.

Erfüllungsort:
NUTS-Code: DE712
Hauptort der AusführungFrankfurt am Main, Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main
Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren
Dokumententyp:
Ausschreibung
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Aktenzeichen:
60133-10
Termine & Fristen
Angebotsfrist:
30.07.2019
Bedingungen & Nachweise
Sprache:
DE
Zuschlagskriterien:
Qualitätskriterium - Name: Güte und Qualität Konzept/Strategie zur Digitalisierung / Gewichtung: 10 %
Qualitätskriterium - Name: Güte und Qualität Konzept/Strategie zur Emissions-Reduzierung Fuhrpark/Gerätepark/Elektromobilität / Gewichtung: 7,5 %
Qualitätskriterium - Name: Güte und Qualität Konzept/Strategie zur Lärmreduzierung / Gewichtung: 7,5 %
Qualitätskriterium - Name: Güte und Qualität Konzept/Strategie zur Thematik „Green Procurement“ / Gewichtung: 5 %
Qualitätskriterium - Name: Beitrag des privaten Partners zur Abwicklung der (Entsorgungs-/Reinigungs-)Aufgaben und/oder Geschäftsführung des gemischtwirtschaftlichen Unternehmens FES / Gewichtung: 20 %
Kostenkriterium - Name: Höchster angebotener Preis für den Gesellschaftsanteil / Gewichtung: 50 %

Geforderte Nachweise:
Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:
Alle geforderten Nachweise und Erklärungen gemäß Abschnitt III. 1. 1) bis III. 1. 3) sind innerhalb der Bewerbungsfrist nach Abschnitt IV. 2. 2) mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen, soweit sich der Auftraggeber dies nicht ausdrücklich anders vorbehalten hat. Der Auftraggeber weist ausdrücklich darauf hin, dass unvollständige Bewerbungen von der Teilnahme am weiteren Verfahren ausgeschlossen werden können. Die Vorlage von Kopien ist zulässig. Ausländische Bewerber haben statt der geforderten amtlichen Nachweise nach deutschem Recht gleichwertige Bescheinigungen nach den Vorschriften ihres Herkunftslandes vorzulegen. Soweit nicht anders gefordert, können Erklärungen als Eigenerklärungen abgegeben werden. Die Vergabestelle stellt für die nachfolgend aufgeführten Nachweise und Erklärungen ein Bewerber-Formblatt zur Verfügung, welches interessierte Unternehmen als Anlage zum (ersten) Verfahrensbrief/Anschreiben zum Teilnahmewettbewerb über die unter Abschnitt I. 3) genannte elektronische Adresse abrufen können.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die geforderten Nachweise für alle Mitglieder vorzulegen, wobei jedes Mitglied seine Eignung für den Leistungsbestandteil nachweisen muss, den es übernehmen soll. Ferner hat die Bewerbergemeinschaft dem Teilnahmeantrag eine Erklärung beizulegen, in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt ist, in der alle Mitglieder aufgeführt sind, der für die Durchführung bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist und dieser die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt und dass alle Mitglieder im Auftragsfall als Gesamtschuldner haften (Bewerbergemeinschaftserklärung).
Beabsichtigt der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft den Einsatz von Nachunternehmern, sind die von den Nachunternehmern zu erbringenden Leistungen gemäß § 46 Abs. 3 Nr. 10 VgV nach Art und Umfang mit dem Teilnahmeantrag zu benennen. Für Nachunternehmer, welche der Bewerber im Wege der Eignungsleihe nach § 47 VgV einzusetzen beabsichtigt, sind weiterhin die unter Abschnitt III. 1. 1) bis III. 1. 3) geforderten Nachweise und Erklärungen, soweit einschlägig und bezogen auf die zu erbringende Teilleistung, für den jeweiligen Nachunternehmer bereits mit dem Teilnahmeantrag einzureichen sowie nach § 47 Abs. 1 Satz 1 VgV nachzuweisen, dass dem Bewerber die insoweit für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden.
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.
Zu III.1.1):
1) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen, oder andernfalls entsprechende Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB getroffen werden;
2) Aussagekräftige Unternehmensdarstellung unter Angabe von Name, Sitz und Rechtsform der Gesellschaft sowie Darstellung und Erläuterung der Konzernstruktur, der Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse sowie der Haftungsstruktur;
3) Aktueller Nachweis der Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister oder eine gleichwertige Bescheinigung einer Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Ursprungs- oder Herkunftslandes;
4) Verpflichtungserklärung gemäß § 6 HVTG i. V. m. § 8 HVTG, soweit nicht bei Angebotsabgabe eine Tariftreueerklärung gemäß § 4 HVTG i. V. m. § 8 HVTG abzugeben ist.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Mit dem Angebot sind folgende Nachweise bzw. Erklärungen vorzulegen:
1) Erklärung über den (Gesamt-)Umsatz (netto) des Unternehmens der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2016-2018)
2) Erklärung über den Umsatz (netto) des Unternehmens bezogen auf solche Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2016-2018);
3) Nachweis ausreichender Bonität durch Vorlage einer aktuellen Wirtschaftsauskunft einer Ratinggesellschaft, wie z. B. Creditreform oder einer vergleichbaren Wirtschaftsauskunft, in Bezug auf Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit;
4) Bilanz des Geschäftsjahres 2018, falls deren Veröffentlichung nach dem Gesellschaftsrecht des Mitgliedsstaates, in dem der Bewerber ansässig ist, vorgeschrieben ist bzw. bei Konzerngesellschaften, die von der Aufstellung eines Jahresabschlusses befreit sind, die Bilanz des Geschäftsjahres 2018 des Konzerns.
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
1) Nachweis einschlägiger Erfahrungen durch eine Aufstellung der wesentlichen, innerhalb der letzten 5 Geschäftsjahre sowie des laufenden Jahres erbrachten Leistungen bezogen auf vergleichbare Leistungen auf dem Entsorgungs-/Stadtreinigungssektor, einschließlich Nachweis einschlägiger Erfahrungen in der Kooperation mit anderen Unternehmen (Referenzliste), jeweils unter kurzer Beschreibung von Art und Inhalt des Projektes und Angabe von Auftragswert, Vertragslaufzeit sowie Vertragspartner mit Kontaktadresse;
2) Eigenerklärung, aus der das jährliche Mittel der vom Bewerber in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2016-2018) jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte und die Anzahl seiner Führungskräfte ersichtlich ist.
Geforderte Eignungsnachweise (gem. §§ 122 ff. GWB, §§ 42 ff. VgV), die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise (u. a. HPQR) vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.

Sonstiges
 
Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y0SY1FL/documents
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y0SY1FL

Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde

Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems:
Beginn: 01.01.2021
Ende: 31.12.2040
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein

Angaben über Varianten/Alternativangebote:
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein

Angaben zu Optionen:
Optionen: nein

Angaben zu Mitteln der Europäischen Union:
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein


Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja

Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 30.07.2019
Ortszeit: 12:00

Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 03.09.2019

Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können
Deutsch

Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31.07.2020

Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein

Zusätzliche Angaben

Unter der im Abschnitt I. 3) genannten elektronischen Adresse können interessierte Unternehmen einen (ersten) Verfahrensbrief/Anschreiben zum Teilnahmewettbewerb abrufen, der weitere verfahrensrechtliche Informationen zum Teilnahmewettbewerb sowie ein Bewerber-Formblatt enthält.
Im Übrigen wird den Unternehmen über diese elektronische Adresse mit der Auftragsbekanntmachung ein sogenanntes Verkaufsmemorandum zur Verfügung gestellt. Weitergehende Unterlagen, insbesondere Informationen aus einer im marktüblichen Umfang zu gewährenden Käufer-Due-Diligence, das Vertragswerk sowie die Erläuterungen zu den Zuschlagskriterien, erhalten die geeigneten Bewerber in der Angebotsphase des Verhandlungsverfahrens.
Bekanntmachungs-ID: CXP4Y0SY1FL

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Dienstgebäude:Wilhelminenstraße 1-3; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2
Darmstadt
64283
Deutschland
Telefon: +49 6151126-834
Fax: +49 6151125-816

Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Gemäß §§ 155 ff. GWB. Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).

Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
Tag: 28.06.2019