Erstellung einer Studie Ökosystemleistungen

DTAD-ID: 15413356
Region:
65189 Wiesbaden
Auftragsart:
Öffentliche Auftraggeber
Dokumententyp:
Ausschreibung
Verfahrensart:
Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb
Vergabestelle:
Sichtbar nach Registrierung
Auftragnehmer:
Sichtbar nach Registrierung
Kategorien:
Tests, Inspektionen, Analysen, Kontroll-, Überwachungsleistungen, Forschungs-, Entwicklungsdienste, Sonstige Dienstleistungen
CPV-Codes:
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Erstellung einer Studie Ökosystemleistungen für das Integrierte EU-LIFE Projekt LiLa Living Teil 1 - Ableitung der ÖSL: Begründen welche ÖSL betrachtet werden (besonders relevante ÖSL) und abschätzen, inwieweit durch die Umsetzung ausgewählter Maßn…
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
08.07.2019
Frist Angebotsabgabe:
17.07.2019

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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Erstellung einer Studie Ökosystemleistungen - Erstellung einer
Studie Ökosystemleistungen für das Integrierte EU-LIFE Projekt LiLa
Living Lahn, LIFE14 IPE/DE/022.

Die vorzulegende Studie Ökosystemleistungen soll vom Auftragnehmer (AN)
in folgenden Teilen erstellt werden:
Teil 1 - Ableitung der ÖSL: Begründen welche ÖSL betrachtet werden
(besonders relevante ÖSL) und abschätzen, inwieweit durch die Umsetzung
ausgewählter Maßnahmen relevante Änderungen zu erwarten sind (z.B. wg.
erwarteter Konstanz oder substanzieller Änderung), Begründung,
Kalibrierung anhand der untersuchten Maßnahmen durchführen, ggf. Umfang
der untersuchten ÖSL reduzieren und Reduzierung beschreiben. Für die
Wasserkraft/Schifffahrt als Teile des Naturkapitals sind ÖSL zu
identifizieren.
Teil 2 - Darstellung der Methoden für die ausgewählten Maßnahmen: Für
jede zu untersuchende Ökosystemleistung soll abgeleitet und begründet
werden, welche Bewertungsmethode (Choice Methode, ökonom.
Bewertungsmethode, Ersatzkostenmethode ) angemessen ist. Eine
Ein-bindung der Stakeholder ist mit dem Auftraggeber (AG) vorher
abzustimmen (Präferenzwer-te/Erholungsleistungen ). Der
Betrachtungszeitraum ist für jede zu untersuchende Maßnahme
abzustimmen. Die wirtschaftliche Betrachtung ist sowohl
volkswirtschaftlich als auch betriebs-wirtschaftlich darzustellen
(Wertzuschreibung/(Einzel-)Preise).
Teil 3 - Kalibrieren an Maßnahmen:
Bevor Teil 3 begonnen wird, ist eine Rückkopplung zwischen AN und AG
und Projektpartner (PP) vorzunehmen, zur Abstimmung der Methoden, die
für ÖSL-Erhebung angewendet werden sollen und der
Untersuchungszeiträume für die jeweils herangezogenen ÖSL.
Teil 3A: Der AG benennt, in Abstimmung mit dem AN, drei geeignete
Staustufen, für die Hand-lungsoptionen entwickelt und hinsichtlich
ihrer Auswirkungen auf Ökosystemleistungen bewertet werden sollen. Bei
Untersuchung der drei Staustufen soll neben dem oberstromigen Bereich
(Wirkbereich) auch die Strukturierung des Stauraums und die
unmittelbare unterstromige Strecke mit einbezogen werden (gewisse
Ausdehnung entlang des Stromfadens).
Weiter sollen eine umfängliche und mehrere kleinere
Renaturierungsmaßnahmen entlang der Lahn, die zur Kalibrierung vom AN
herangezogen werden.
Teil 3B: Kalibrieren an einem echten bisher durchgeführten Beispiel
einer Staulegung an einem anderen Ort in Deutschland. Das Beispiel
schlägt der AN dem AG vor und begründet diese Auswahl.
Teil 4 - Zusammenfassende Darstellung: Zusammenfassung der Ergebnisse
der Bewertungen der ÖSL für jede Maßnahme, hierbei mögliche
Handlungsoptionen durchspielen (Nullfall = keine Änderungen, Planfälle:
Maximalmaßnahme = Staulegung, Zwischenlösungen = Teilabsenkung,
Wehrumgestaltung bzw. Fischaufstiegsanlgen (z. Bsp. Sohlengleite,
Umgehungsgerinne), Struk-turmaßnahmen im Stauraum o.ä.. Weitere
Variantenvorschläge vom AN sind willkommen.
Teil 5 - Bericht der ÖSL-Studie (Lang- und Kurzfassung): In der
Langfassung sind die Ergeb-nisse so aufzuarbeiten, dass eine
Übertragbarkeit annährend auf ähnliche Fallkonstellationen an der Lahn
oder vergleichbaren Gewässern möglich ist. Eine Kurzfassung für
Laien/Stakeholder ist zu erstellen. Das Layout des
LiLa-Kommunikationskonzepts ist hier anzuwenden.
2.3 Ziel der Studie Ökosystemleistungen:
Neben der Betrachtung der Wirkungen von Handlungsoptionen auf das
Dargebot an Ökosystemleis-tungen sollten besonders relevante Nutzungen
des Naturkapitals der Lahn gegenübergestellt wer-den, einschließlich
der sich entsprechend ändernden Bedingungen und auch ökonomischen
Folgen. Dies betrifft in erster Linie die Schifffahrt und die
Wasserkraft, ggf. aber auch weitere Nutzungen.
Das Ziel der Studie liegt mithin in der Abschätzung von positiven und
ggf. negativen Auswirkungen ausgewählter Handlungsoptionen (Varianten
im Umgang mit Stauhaltungen und den entsprechenden Auengebieten der
Lahn) auf das Dargebot von Ökosystemleistungen und, soweit möglich, der
Bewer-tung der entsprechenden ökonomischen Kosten und Nutzen.
2.4 Weitere Anforderungen an die Studie Ökosystemleistungen:
- Wirkungen von Handlungsoptionen auf relevante Ökosystemleistungen
möglichst breit abbilden. Dabei das Wissen aus unterschiedlichen
Disziplinen zusammenführen und integrativ betrachten. Auch versteckte
Leistungen berücksichtigen und ungewollte Wechselwirkungen aufdecken;
die Auswahl der zu betrachtenden Ökosystemleistungen muss möglichst
alle relevanten Interessen und Wechselwirkungen abbilden, um
transparente Bewertungen von Kosten und Nutzen der je-weiligen
Varianten zu betrachten.
- Transparente Informationen zu den gesellschaftlichen Vor- und
Nachteilen von Handlungsoptio-nen bereitstellen (soweit möglich:
ökonomische Kosten- und Nutzen) und somit breite und fach-lich
fundierte Informationsgrundlagen für Entscheidungen über
Handlungsoptionen bereitstellen.
- Über das Konzept der Ökosystemleistungen die Möglichkeit bieten, dass
unterschiedliche Stake-holder gemeinsam über die Vor- und Nachteile
unterschiedlicher Handlungsoptionen bzw. -varianten diskutieren können
Die konkrete Auswahl der Methoden zur Erfassung und Bewertung von ÖSL
orientiert sich u.a. an fol-genden Punkten:
- Der Fokus liegt auf der Bereitstellung bzw. dem Dargebot an ÖSL.
Nachfrageaspekte werden zunächst ausgeklammert und begründet.
- ÖSL, für die deren Bewertung keine hinreichenden Daten bereitstehen,
werden begründet aus-geklammert oder ggf. vereinfacht (Experten
gestützt) eingeschätzt.
- Die für die einzelnen ÖSL gewählten Indikatoren sollen möglichst
umfassend relevante Aspekte jeder ÖSL abbilden. Bestehende Indikatoren
aus RESI werden entsprechend weiterentwickelt, angepasst und begründet.
- Für alle betrachteten ÖSL werden verbal-argumentative sowie
quantitative Bewertungen (wo möglich, über die Monetarisierung von ÖSL)
möglicher Auswirkungen von Varianten angefer-tigt.
- Darüber hinaus werden die ökonomischen Bewertungen ergänzt. Dabei
können marktbasierte oder präferenzbasierte ökonomische
Bewertungsmethoden zum Einsatz kommen.
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Hauptgegenstand:
03000000 Landwirtschaftliche Erzeugnisse des Pflanzenbaus und der
Tierhaltung sowie Fischerei-, Forst- und zugehörige Erzeugnisse
Erfüllungsort:
Mainzer Str. 80, 65189
Wiesbaden
NUTS-Code : DE7 HESSEN
Lose:
nein
Planungsleistungen
nein
Lose
nicht zugelassen
Sonstiges
 
Das Projekt LiLa Living Lahn wird gefördert im
Rahmen des EU-Umweltförderprogramms LIFE. Da-bei ist es Zielstellung,
die Lahn ökologisch aufzuwerten und damit den Fluss und das Leben am
Fluss lebenswerter zu machen. Die Lahn wird bereits seit 1981 nicht
mehr für den Güterverkehr genutzt und wurde vom BMVI (Bundesministerium
für Verkehr und digitale Infrastruktur) dementsprechend als
Ne-benwasserstraße eingestuft. Der Bund möchte in Zukunft vor allem an
den Nebenwasserstraßen in die Renaturierung von Fließgewässern und Auen
investieren, womit neue Akzente in Richtung Natur- und Gewässerschutz,
Hochwasservorsorge sowie Wassertourismus, Freizeitsport und Erholung
gesetzt werden sollen (vgl. Bundesprogramm Blaues Band Deutschland, das
gemeinsam von BMVI und BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
und nukleare Sicherheit) umgesetzt wird).
Unter Berücksichtigung der bisherigen Nutzungen sowie
naturschutzfachlicher und gewässerökologischer Aspekte soll daher im
Projekt LiLa Living Lahn (LiLa) neben einer Vielzahl von
Renaturie-rungsmaßnahmen ein Entwicklungskonzept für die
Bundeswasserstraße Lahn erarbeitet werden. Das sogenannte "Lahnkonzept"
(Action A.1) ist die zentrale Maßnahme des LiLa-Projektes und soll
sowohl die Nutzung der Wasserstraße als auch die Nutzungsansprüche der
weiteren zahlreichen Akteure, die ökologische Aufwertung und den
Hochwasserschutz einschließen. Es dient der Entscheidungsfindung für
die zukünftige Nutzung und Unterhaltung der Lahn auf einer Länge von
ca. 148 km vom Badenbur-ger Wehr bei Gießen (km - 11,075) bis zur
Mündung in den Rhein bei Lahnstein (km 137,300). Dafür werden die
zuständigen Verwaltungen (Bund, Länder Hessen und Rheinland-Pfalz) aus
verschiedenen Sektoren und Behördenebenen und alle von möglichen
Veränderungen betroffenen Interessengruppen mit einbezogen. Auch der
zukünftige Umgang mit den bestehenden 29 Staustufen ist in diesem
Zu-sammenhang zu überdenken.
Darüber hinaus umfasst das LiLa-Projekt u.a.:
- die Umsetzung von Maßnahmen zur Herstellung der linearen
Durchgängigkeit an verschiedenen Arten von Querbauwerken und die damit
verbundene Verbesserung von Lebensräumen für viele verschiedene Tier-
und Pflanzenarten,
- die Wiederherstellung von natürlichen Retentionsräumen und deren
Eigenregulierung,
- die Identifizierung von Verunreinigungen und ihre Beseitigung zur
Verbesserung der Wasser-qualität,
- die Verbesserung der strukturellen Vielfalt in Stauräumen,
- die Förderung von nachhaltigen Tourismusangeboten, z.B. im Bereich
Kanu-/Rudersport durch den Bau von Umtrageeinrichtungen sowie die
Bereitstellung einer Lahn-App,
- die Verbesserung der behördlichen Zusammenarbeit und die Schulung von
Mitarbeitern/-innen in Fragen des Gewässerschutzes und
Flussraummanagements sowie
- der transparente Dialog mit allen beteiligten Interessengruppen im
Sinne einer lebendigen und vielgestaltigen Lahn.
Weitere Informationen zum IP-LIFE Projekt LiLa sind der Projekt-Website
www.lila-livinglahn.de zu entnehmen.
Sozioökonomisches Monitoring und Bewertung der Veränderung von
Ökosystemleistungen
Innerhalb des Projekts LiLa besteht das konkretisierte Ziel von Action
D1 darin, Auswirkungen ausge-wählter Handlungsoptionen auf das Dargebot
von Ökosystemleistungen abzuschätzen und die ent-sprechenden
ökonomischen Kosten und Nutzen zu bewerten. Als Handlungsoptionen
werden dabei Varianten im Umgang mit Staustufen verstanden. Staustufen
bezeichnen hier das Bauwerk und die gestaute Flussstrecke im Oberlauf,
einschließlich angrenzender Auenbereiche.
2.1 Grundlagen:
Ökosystemleistungen (ÖSL) sind als direkte und indirekte Beiträge von
Ökosystemen zum menschli-chen Wohlergehen definiert. Sie stehen für den
Nutzen, den der einzelne Mensch, eine Gruppe von Menschen oder die
Gesellschaft aus entsprechenden Prozessen zieht. ÖSL können
anthropozentrisch sowohl als Werte im Sinne der Bedeutung und
Wichtigkeit der Natur betrachtet werden, als auch in vie-len Fällen in
Geldeinheiten ausgedrückt werden. Dieser spiegelt am Ende immer die
Nachfrage nach ÖSL wider. ÖSL werden üblicherweise Basis-,
Versorgungs-, Regulierungs- und kulturelle Leistungen unterschieden.
Im Projekt River Ecosystem Service Index (RESI), ein vom
Bundesministerium für Bildung und For-schung (BMBF) gefördertes
Verbundprojekt, wurde ein Konzept und eine Methodik zur Erfassung und
Bewertung von ÖSL in Flüssen und Auen entwickelt. Beschreibung der
Methodik im RESI - Anwen-derhandbuch, Ökosystemleistungen von Flüssen
und Auen erfassen und bewerten, Berichte des IGB, Heft 31/2018, ISSN
1431-508X.
Ziel war es dabei u. a., vor dem Hintergrund des aktuellen
Forschungsstandes und des Feedbacks von Experten im Gewässermanagement
anwendbare konzeptionelle Kernbegriffe zu definieren und eine auf
Flusslandschaften angepasste Klassifikation von ÖSL zu erstellen. Diese
RESI-Klassifikation soll angepasst auch für die ÖSL-Bewertung an der
Lahn herangezogen werden.
2.2 Untersuchungsgegenstand:
Die zu erstellende ÖSL-Studie soll eine Abschätzung von positiven und
ggf. negativen Auswirkungen ausgewählter Handlungsoptionen auf das
Dargebot von ÖSL und möglichst eine Bewertung der ent-sprechenden
ökonomischen Kosten und Nutzen leisten.
Eine Untersuchung aller 29 Staustufen an der Lahn im Bereich der
Bundeswasserstraße (Lahnstein bis Badenburger Wehr bei Gießen) im
Rahmen dieser Studie hinsichtlich der Auswirkungen von Maß-nahmen auf
Ökosystemleistungen, ist aufgrund des Bearbeitungsumfanges nicht
möglich. Von daher sollen die Untersuchungen an drei ausgewählten,
repräsentativen Staustufen erfolgen. Der zugehörende Bereich im
Unterstrom als auch Oberstrom soll einbezogen werden (bei einzelnen
Handlungsoptionen kann dieser Bereich im Oberwasser auch über die
Stauwurzel hinausgehen, Wirkraum; ggf. in diesem Bereich liegende
Zuflüsse ebenfalls).
Im Übrigen werden die Erzeugung von Wasserkraft und das Wasserdargebot
für die Schifffahrt als Naturleistung/Naturkapital verstanden, als eine
indirekte ÖSL. Ausgewählte weitere Maßnahmen an der Lahn aus den
LiLa-Actions sollten ebenfalls untersucht werden, um Hinweise auf ein
Indikatorset zur Bewertung deren Wirkungen, zu erhalten.
Die Interessenbekundung ist unter Beifügung der vorstehenden Nachweise
zur Fachkunde und Leistungsfähigkeit bis zum 17.07.2019, 12.00 Uhr
schriftlich, an folgende Adresse zu richten:
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und
Verbraucher-schutz
Referat III.1
Frau Janet Weinig
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Unterlagen zur Überprüfung
der Eignung der Unternehmen bei Angebotsabgabe zu fordern. Es besteht
kein Anspruch auf Aufforderung zur Angebotsabgabe. Bitte geben Sie die
HAD-Referenz-Nr. und das Aktenzeichen bei Einreichung der Bewerbung
deutlich lesbar in der Betreffzeile an. Ihre Interessensbekundung sowie
die verlangten Bewerbungsunterlagen sind elektronisch per E-Mail
innerhalb der in Ziffer 5 genannten Bewerbungsfrist bei dem in der
Ziff. 1 genannten Auftraggeber einzureichen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Bieter sowie deren Nachunternehmen
und Verleihunternehmen, soweit diese bereits bei Angebotsabgabe bekannt
sind, die erforderlichen Verpflichtungserklärungen (wird als Download
zur Verfügung gestellt) zur Tariftreue und zum Mindestentgelt mit dem
Angebot abzugeben haben. Die Verpflichtungserklärung bezieht sich nicht
auf Beschäftigte, die bei einem Bieter, Nachunternehmer und
Verleihunternehmen im EU-Ausland beschäftigt sind und die Leistung im
EU-Ausland erbringen.
Für jeden schuldhaften Verstoß gegen eine sich aus der
Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt ergebende
Verpflichtung ist eine Vertragsstrafe in Höhe von einem Prozent der
Nettoauftragssumme vom Auftragnehmer zu zahlen.
Hessisches Vergabegesetz:
Für die Vergabe und Ausführung Öffentlicher Aufträge ab einem
Auftragswert von
10.000 Euro netto (ohne Umsatzsteuer) gelten die Bestimmungen des
Hessischen Vergabegesetztes in der Fassung vom 19. Dezember 2014 (GVBl.
Nr. 25 vom 30.12.2014, S. 354), zuletzt geändert durch Gesetz vom
5.10.2017 (GVBl. S. 294).
Auf folgende Bestimmungen des Hessischen Vergabegesetzes wird ganz
besonders hingewiesen, da sie für Bewerber/Bieter und Auftragnehmer für
die Teilnahme am Wettbewerb und für die Auftragsausführung von
besonderer Bedeutung sind:
§ 3 soziale, ökologische und innovative Anforderungen, Nachhaltigkeit
§ 4 Tariftreuepflicht
§ 13 Nachweis der Eignung, Präqualifikation
§ 16 Urkalkulation, Zwei-Umschlagsverfahren
§ 18 Vertragsstrafe, Sperre