Immobiliendienste - BOH Rahmenvereinbarung Flächenentwicklung

DTAD-ID: 15385488
Region:
60596 Frankfurt am Main (Sachsenhausen)
Auftragsart:
Europaweite Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren
Vergabestelle:
Sichtbar nach Registrierung
Auftragnehmer:
Sichtbar nach Registrierung
Kategorien:
Ingenieur-, Planungsleistungen im Bauwesen, Architekturdienstleistungen, Immobiliendienste, Maklerleistungen
CPV-Codes:
Immobiliendienste, Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist ein mit mehreren Bietern abzuschließender Rahmenvertrag gemäß § 21 Abs. 4, Abs 5 VgV über Leistungen zur Flächenentwicklung im Rahmen der Bauland Offensive Hessen. Der Rahmenvertrag soll mit bis zu sieben Wirtsch…
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
28.06.2019
Frist Angebotsabgabe:
01.08.2019

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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Deutschland-Frankfurt: Immobiliendienste - BOH Rahmenvereinbarung Flächenentwicklung - BOH Rahmenvereinbarung Flächenentwicklung
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist ein mit mehreren Bietern abzuschließender Rahmenvertrag gemäß § 21 Abs. 4, Abs 5 VgV über Leistungen zur Flächenentwicklung im Rahmen der Bauland Offensive Hessen. Der Rahmenvertrag soll mit bis zu sieben Wirtschaftsteilnehmern abgeschlossen werden.

CPV-Codes:
70000000

Das Land Hessen möchte die Kommunen bei der Mobilisierung und Erschließung von Wohnbauland unterstützen und finanziell fördern und hat die Bauland-Offensive Hessen GmbH ins Leben gerufen, die seit 2017 im ganzen Land aktiv ist. Auf Wunsch einer Kommune mit Wohnraumdefizit erstellt die Bauland-Offensive Hessen GmbH im Auftrag des Landes für die Kommune eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsprüfung für die ermittelten Flächen. Kommt die Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsprüfung zu einem positiven Ergebnis, entscheidet die Kommune mit welchen Instrumenten und mit welchem Partner die Baulandentwicklung durchgeführt wird. Entscheidet sich die Kommune für die Entwicklung mit der Bauland-Offensive Hessen GmbH, wird sie Gesellschafterin der Bauland-Offensive Hessen GmbH und schließt einen Entwicklungsvertrag ab. Die Bauland-Offensive Hessen GmbH erwirbt dabei auch Grundstücke von Privaten und führt die Baulandentwicklung im Treuhandauftrag der Kommune durch. Baureife Grundstücke werden am Marktangeboten und an private und öffentliche Investoren verkauft.
Die Bauland-Offensive Hessen GmbH beabsichtigt, mit mehreren externen Dienstleistern – den sog.Entwicklungspartnern – Rahmenverträge zu schließen. Die Entwicklungspartner sollen die Bauland-Offensive Hessen GmbH, die überwiegend als Treuhänder agieren wird, unterstützen und Entwicklungsaufgaben übernehmen. Zu dem Aufgabenkreis der Entwicklungspartner gehören insbesondere (i) die Begleitung und Durchführung von Bauleitplanverfahren, (ii) die Konzeption und Begleitung von Maßnahmen zur Bodenordnung, insbesondere die Durchführung von Umlegungsverfahren und (iii) die Planung und Durchführung von Erschließungsleistungen. Diese Leistungsbestandteile werden als Module im Rahmenvertrag vereinbart. Der Entwicklungspartner wird in Abstimmung mit der Bauland-Offensive Hessen GmbH Dienstleistungen im Rahmen der Einzelprojekte erbringen, die sich auf Teile der vorgenannten 3 Module beschränken oder weitere mit dem Projekt zusammenhängende, von den 3 Modulen nicht erfasste Dienstleistungen umfassen, wie etwa die Durchführung von Bürgerversammlung oder die Abwicklung von Förderprogrammen.
Die Einzelbeauftragung der Entwicklungspartner für die jeweiligen Projekte erfolgt in einzelnen nachgelagerten Verfahren, sog. Mini-Wettbewerben i. S. v. § 21 Abs. 4, Abs. 5 VgV. Dazu wird die Bauland-Offensive Hessen GmbH den Rahmenvertragspartnern mitteilen, welche Leistungsmodule für das Einzelprojekt beauftragt werden sollen und sodann alle Rahmenvertragspartner auffordern, ein Angebot zu unterbreiten. Zuschlagskriterienin diesen Mini-Wettbewerben sind der Preis (75 %) und die Qualifikation und Verfügbarkeit des für den Einzelauftrag vorgesehenen Personals (25 %).

Erfüllungsort:
NUTS-Code: DE7
Hauptort der AusführungFlächenentwicklungen im Rahmen der Bauland Offensive Hessen können in jeder hessischen Kommune stattfinden.
NUTS-Code: DE7
Hauptort der AusführungFlächenentwicklungen im Rahmen der Bauland Offensive Hessen können in jeder hessischen Kommune stattfinden.
Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren
Dokumententyp:
Ausschreibung
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Aktenzeichen:
BOH/2019/001
Termine & Fristen
Angebotsfrist:
01.08.2019
Bedingungen & Nachweise
Sprache:
DE
Geforderte Nachweise:
Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:
1) Kopie eines Auszugs aus dem Handels- bzw. Berufsregister; der Auszug darf nicht älter sein als 3 Monate, gerechnet vom Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge. Ausländische Bewerber legen einen vergleichbaren Nachweis vor.
2) Eigenerklärung zum Nichtvorliegen der Ausschlussgründe der §§ 123, 124 GWB.
3) Eigenerklärung, dass die Durchführung der Leistung im Auftragsfall unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgen wird und keine Verpflichtungen mit anderen Unternehmen bestehen.
4) Darstellung des Unternehmens, Angaben zur Gesellschafterstruktur und zur Konzernabhängigkeit sowie zugesellschaftsrechtlichen Verflechtungen und Beteiligungen.
5) Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt nach § 4 und § 6 des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG) vom 19.12.2014.
Die vorstehend geforderten Erklärungen sind für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert vorzulegen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
1) Eigenerklärung zum Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 Geschäftsjahren;
2) Eigenerklärung zum Umsatz des Unternehmens mit vergleichbaren Leistungen in den letzten 3 Geschäftsjahren. Vergleichbare Leistungen sind Projektentwicklung, Planungsleistungen, Bodenordnung und Erschließungsleistungen;
3) Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung. Die Berufshaftpflichtversicherung muss eine Deckungssumme von mindestens EUR 1 000 000,00 für Personenschäden und 500 000,00 EUR für Vermögensschäden aufweisen und jährlich zweifach zur Verfügung stehen.
Die vorstehend geforderten Erklärungen und Nachweise sind für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert vorzulegen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
1) Eigenerklärung über mindestens 2 Referenzen, die Erfahrungen mit der Durchführung vergleichbarer Bauleitplanverfahren nachweist.
(a) Für die Vergleichbarkeit ist erforderlich, dass das jeweilige Projekt mindestens das Stadium der Bauleitplanung nach § 3 Abs. 2, § 4 Abs. 2 BauGB durchlaufen hat und dieser Verfahrensschritt nicht länger als sieben Jahre ab Absendung dieser Bekanntmachung zurückliegen darf. Zudem muss eine Umweltprüfung
Nach § 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt worden sein.
(b) Vergleichbar sind Bauleitplanverfahren für überwiegend dem Wohnen dienende Gebiete (insbesondere §§ 3, 4, 4a, 5, 6, 6a und 7 BauNVO) mit einer Größe von mindestens 50 000 qm.
(c) Für jede Referenz sind folgende Angaben zu machen:
(i) Lage des Plangebiets;
(ii) Größe des Plangebiets;
(iii) vorgesehene Nutzungsart im Sinne der BauNVO;
(iv) Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefonnummer.
(d) Es ist darzustellen, dass der Bewerber im Rahmen des Bauleitplanverfahrens die erforderlichen Planer und Fachgutachter ausgewählt und koordiniert hat.
2) Eigenerklärung über mindestens 2 vergleichbare Referenzen zu Auswahl und Koordination der Unternehmen für Planung und Ausführung von Erschließungsleistungen.
(a) Vergleichbar sind Erschließungsplanungen und -arbeiten für überwiegend dem Wohnen dienende Gebiete im Sinne der §§ 3, 4, 4a, 5, 6, 6a und 7 BauNVO von einer Größe von 50 000 qm.
(b) Erschließung ist die Herstellung der nach Bundes- oder Landesrecht beitragsfähigen Anlagen einschließlich der gegebenenfalls erforderlichen naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen.
(c) Der Bewerber hat die Unternehmen für Planung und Ausführung der Erschließungsarbeiten für den Auftraggeber ausgewählt, koordiniert und überwacht. Er kann, muss aber nicht selbst Erschließungsträger gewesen sein. Die Beteiligten und ihre Aufgaben sind darzustellen.
(d) Mit den Tiefbauarbeiten wurde bereits begonnen. Sofern die Erschließungsleistungen bereits abgeschlossen wurden, darf die Abnahme der letzten Erschließungsanlage der Referenz nicht länger zurückliegen als 7 Jahre ab Absendung der Bekanntmachung dieses Auftrags.
(e) Für jede Referenz ist der Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefonnummer zu nennen.
3) Eigenerklärung über mindestens 2 vergleichbare Referenzen zur Durchführung eines Bodenordnungsverfahrens; davon muss mindestens eine Referenz ein gesetzliches Umlegungsverfahren i. S. d. §§ 45 ff. BauGB und mindestens eine Referenz ein kooperatives Umlegungsverfahren zum Gegenstand haben.
(a) Vergleichbar sind durchgeführte gesetzliche Umlegungsverfahren i. S. d. §§ 45 ff. BauGB oder freiwillige Maßnahmen der Bodenordnung, jeweils mit einer Vielzahl von Eigentümern (mindestens 10) und über eine Fläche von mindestens 50 000 qm.
(b) Die Umlegung muss abgeschlossen sein; der Umlegungsplan darf nicht älter sein als sieben Jahre ab Absendung dieser Bekanntmachung.
(c) Für jede Referenz ist der Auftraggeber mit Ansprechpartner zu nennen.
Die jeweiligen Referenzen zu Ziff. 1 bis 3 dürfen dasselbe Projekt betreffen, sofern sie jeweils die unter Ziff. 1 bis 3 genannten Voraussetzungen erfüllen.
4) Angaben zu den im Durchschnitt der letzten 3 Jahre beschäftigten Arbeitskräfte und/oder zur Durchführung der vorgenannten Referenzen eingesetzten externen Dienstleistern.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die Unterlagen nach Nummern 1-4 für die Bewerbergemeinschaft als solche vorzulegen. Sofern Bewerber sich zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens berufen (Eignungsleihe), muss der Bewerber mit dem Teilnahmeantrag oder dem indikativen Angebot eine entsprechende Verpflichtungserklärung abgeben.

Sonstiges
 
Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.had.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-16b8f0bf639-5ef935bd935d0a11
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH (Projektstadt)
Wolfsschlucht 18
Kassel
34117
Deutschland
Telefon: +49 56110011358
E-Mail: [email protected]
Fax: +49 56110011400
NUTS-Code: DE731
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.nh-projektstadt.de
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: www.had.de/onlinesuche_login.html

Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Wohnungsbaugesellschaft

Haupttätigkeit(en)
Wohnungswesen und kommunale Einrichtungen

Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

Weitere(r) CPV-Code(s)
71000000

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems:
Laufzeit in Monaten: 48
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:
Der Rahmenvertrag kann um bis zu 24 Monate verlängert werden.

Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 10
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:
Liegen mehr als 10 Teilnahmeanträge vor, die alle bekannt gemachten Kriterien erfüllen, werden die Bewerber mit der höchsten Gesamtpunktzahl anhand folgender Kriterien ausgewählt und zur Abgabe von Erstangeboten aufgefordert:
1) Gesamtanzahl der gemäß Ziff. III.1.3) vorgelegten und als vergleichbar anzuerkennenden Referenzen. Der Bewerber mit der größten Anzahl wertbarer Referenzen erhält 10 Punkte, die übrigen Bewerber weniger Punkte entsprechend der Differenz der Referenzen.
2) Komplexität der Erfahrung mit vergleichbaren Entwicklungsleistungen, d. h. je mehr qualitativ geforderte Referenzen (Bauleitplanung, Bodenordnung, Erschließung) in einem einheitlichen Projekt erfüllt wurden, desto höher ist die Bewertung. Bewerber, die Erfahrungen mit sehr komplexen Aufgaben nachweisen, erhalten insgesamt 20 Punkte. Bewerber, die mittlere Komplexität nachweisen, erhalten insgesamt 10 Punkte und Bewerber mit jeweils getrennten Projekten in den einzelnen Referenzkategorien erhalten insgesamt 5 Punkte.
Haben mehrere Bewerber die gleiche Punktzahl und kommt es dadurch zu einer Überschreitung der geplanten Höchstzahl, werden alle betroffenen Bewerber zur Abgabe eines Erstangebots aufgefordert.

Angaben über Varianten/Alternativangebote:
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein

Angaben zu Optionen:
Optionen: nein

Angaben zu Mitteln der Europäischen Union:
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein


Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit mehreren Wirtschaftsteilnehmern
Geplante Höchstanzahl an Beteiligten an der Rahmenvereinbarung: 7
Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne Verhandlungen durchzuführen

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein

Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 01.08.2019
Ortszeit: 12:00

Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können
Deutsch

Bindefrist des Angebots

Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein

Zusätzliche Angaben

1) Eine Bewerbergemeinschaft muss einen vertretungsberechtigten Ansprechpartner benennen;
2) Die Teilnahmeanträge sind entsprechend dieser Bekanntmachung zu gliedern. Eigenerklärungen müssen unterschrieben sein;
3) Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Erklärungen oder Nachweise unter Fristsetzung gemäß den Bestimmungen der VgV nachzufordern. Ein Anspruch der Bewerber auf Nachforderung besteht nicht.

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammern des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postfach
Darmstadt
64278
Deutschland
Telefon: +49 6151126603
E-Mail: [email protected]
Fax: +49 6151125816
Internet-Adresse: www.rp-darmstadt.hessen.de/planung/%C3%B6ffentliches-auftragswesen/vergabekammer

Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Ergeht eine Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Bieter wegen Nichtbeachtung der Vergabevorschriften ein Nachprüfungsverfahren nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang vor der Vergabekammer beantragen. In diesem Zusammenhang sei auf die §§ 160 Abs. 3 GWB, 134 hingewiesen, die nachfolgend in ihrem Wortlaut aufgeführt ist:
§ 160 Abs. 3 GWB:
Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
§ 134 Abs. 1, Abs. 2 GWB:
(1) Öffentliche Auftraggeber haben die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist.
(2) Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach Absatz 1 geschlossen werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Vergabekammern des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Postfach
Darmstadt
64278
Deutschland
Telefon: +49 6151126603
E-Mail: [email protected]
Fax: +49 6151125816
Internet-Adresse: www.rp-darmstadt.hessen.de/planung/%C3%B6ffentliches-auftragswesen/vergabekammer

Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
Tag: 26.06.2019