Nachtragsmanagement für ein Bauvorhaben

DTAD-ID: 16294743
Region:
53023
Auftragsart:
Öffentliche Auftraggeber
Dokumententyp:
Ausschreibung
Verfahrensart:
Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb
Vergabestelle:
Sichtbar nach Registrierung
Auftragnehmer:
Sichtbar nach Registrierung
Kategorien:
Sonstige Dienstleistungen im Bauwesen, Ingenieur-, Planungsleistungen im Bauwesen
CPV-Codes:
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Gegenstand der Ausschreibung sind die Leistungen für das Durchführen des ganzheitlichen Nachtragsmanagements für das Vergabepacket (VP) 3 des Bauvorhabens
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
14.04.2020
Frist Angebotsabgabe:
11.05.2020

Diese Ausschreibung ist bereits abgelaufen.

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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Nachtragsmanagement für ein Bauvorhaben - Nachtragsmanagement für VP 3, Bauvorhaben Knoten Berlin, Südkreuz - Blankenfelde (Dresdner Bahn)
Gegenstand der Ausschreibung sind die Leistungen für das Durchführen des ganzheitlichen Nachtragsmanagements für das Vergabepacket (VP) 3 des Bauvorhabens "Dresdner Bahn - Südkreuz - Blankenfelde".

Für den Wiederaufbau der Dresdner Bahn gehören die Baumaßnahmen zu den Leistungen des VP 3.
Gegenstand der Ausschreibung sind die Leistungen für das Durchführen des ganzheitlichen Nachtragsmanagements für das Vergabepacket (VP) 3 des Bauvorhabens "Dresdner Bahn - Südkreuz - Blankenfelde"

Für den Wiederaufbau der Dresdner Bahn gehören u.a. die nachfolgend aufgeführten Baumaßnahmen zu den Leistungen des VP 3:

S-Bahn:
Neubau S-Bahngleise im Verdrängungsbereich der Fernbahn; Neubau S-Bahngleise ca. km 9,7 bis 10,5 in Verbindung m. Gleisverschwenkungen z. Errichtung der EÜ Säntisstraße; Herstellung Lärmschutzwände bahnrechts und bahnlinks der S-Bahn; Herstellung div. Ingenieurbauwerke; Tiefbau und Entwässerungsanlagen zu den S-Bahngleisen (incl. Sickeranlagen / Regenrückhalte-becken / Hebeanlagen); Ausstattung S-Bahngleise m. Stromschienenanlage u. Bahnstromversorgung

Fernbahn:
Nach Inbetriebnahme der S-Bahngleise erfolgt der Wiederaufbau der Fernbahngleise. In der Nähe z. Bahnhof Südkreuz ist die Einbindung der Dresdner Bahn in die Anhalter Bahn herzustellen. Abschnittsweise wird der Schotteroberbau in einem Betontrog als Erschütterungsschutz hergestellt.

Im Bahnhof Marienfelde werden 2 weitere Gleise errichtet. Es werden Tiefbauarbeiten durchgeführt und Entwässerungsanlagen eingebaut.

Lärmschutzwände werden bahnlinks, bahn-rechts u. z. Teil zwischen den Gleisen errichtet. Die F-Bahngleise erhalten Oberleitungsanlagen.

Die neue Bahnanlage wird ergänzt durch weitere Ausrüstung (Weichenheizung,
TK-Anlagen usw.) Der S-Bahnhof Lichtenrade wird neu errichtet.

Im S-Bahnhof Marienfelde erfolgt eine Bahnsteigan-passung am Nordkopf (ca. 20m neuer Bahnsteig). Bauzeitliche Maßnahmen wie Kabelumver-legungen, die Herstellung bauzeitlicher Gleislagen, sind ebenfalls Gegenstand der Leistungen des VP 3. S-Bahn und Fernbahn werden mit Rettungswegen im Neu- und Umbaubereich ausgestattet.

Zu errichtende Ingenieurbauwerke:
EÜ Attilastraße; EÜ Teltowkanal mit Vorlandbrücke; EÜ FU Schichauweg; EÜ Schichauweg; EÜ Bahnhofstraße; div. Stützbauwerke

Ausschreibung Nachtragsmanagement VP3:
Die anzubietenden Nachtragsmanagementleistungen für das VP 3 umfassen u. a. die nachfolgend aufgeführten Aufgaben:

Durchführen des ganzheitlichen Nachtragsmanagements m. einzuhaltenden Prüfzeiten gem. Prozess d. DB Netz AG, Prüfung Nachträge der AN gem. NEUPP über die Nachtragsplattform (NTP) der DB AG, Dokumentation, Steuerung, Durchführung der Prüfungen der Nachträge u. VOB/B Anzeigen bei Anwendung des Dokumentenmanagementsystems VRI-DMS DOXIS u. der EDV Anwendung RiB iTWO, Koordination aller am Prüfprozess Beteiligten, Durchführung Terminkontrolle, Terminverfolgung, Monitoring

- formale Prüfungen, Prüfungen d. Grunde nach u. Erstellung der Prüfberichte zu Nachträgen des AN mit darin enthaltenen Forderungen zu Ausführungs- und Planungsleistungen sowie mit Forderungen zu bauzeitlichen Sachverhalten (incl. Abforderung / Auswertung der erforderlichen Stellungnahmen Dritter (z.B. Bauüberwachung, Fachdienst, Recht ...)

- Abgleich der Nachtragskalkulationen mit der vertraglich festgeschriebenen Kalkulationsbasis der Hauptvertragsleistung, Prüfung, Korrektur, Beurteilung d. Leistungsansätze - gegebenenfalls in Abstimmung m. d. zuständigen Bauüberwachung

- Terminplananalyse Vertragsterminplan u. fortlaufendes Erfassen, Dokumentieren, Fortschreiben von Störungen im Bauablauf analog zum Baufortschritt

- ganzheitliche Prüfung / Beurteilung geltend gemachter Nachtragsforderungen im Zusammenhang mit zeitlichen Änderungen im Bauablauf incl. Prüfung / Beurteilung eingereichter Terminpläne des AN u. Erstellung d. Terminpläne des AG, Verfassen der erforderlichen Stellungnahmen incl. rechnerisch nachvollziehbarer, monetärer Bewertung (vorbehaltlich Prüfung der Höhe nach durch den Einkauf der DB AG)

- Dokumentieren, Prüfen und Bewerten von Schadensersatzansprüchen / Vertragsstrafen, Mitwirken bei der Geltendmachung von Gegenforderungen, Begleiten strukturierter Streitbeilegungen, Mitwirken bei Rechtsstreitigkeiten zu Nachträgen
Erfüllungsort:
NUTS-Code: DE300
Lose:
nein
Planungsleistungen
nein
Lose
nicht zugelassen
Sonstiges
 
Corona-Virus:
Der Auftraggeber behält sich vor, wegen möglicher Undurchführbarkeit der hier ausgeschriebenen Leistungen wegen Einschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie den Zuschlag nicht zu erteilen/das Vergabeverfahren aufzuheben bzw. einzustellen.

Ab dem 19.04.2017 ist bei Vergaben gemäß SektVO sowie größer 50.000 Euro nur noch die Übermittlung von Angeboten/Teilnahmeanträgen über das Vergabeportal der Deutschen Bahn AG zulässig.

Durch den Wirtschaftsteilnehmer sind als Teilnahmebedingung neben den unter III.1.1 bis III.1.3 genannten -Erklärungen/Nachweisen folgende weitere Erklärungen/Nachweise erforderlich:

-Erklärung, ob und in wieweit wir mit dem/den unten genannten weiteren vom AG für dieses Projekt beauftragten Unternehmen verbunden (gesellschaftsrechtlich verbunden im Sinne § 18 AktG / verwandtschaftlich) oder wirtschaftlich abhängig sind. Bei Bietergemeinschaften gilt diese Verpflichtung bezogen auf jedes einzelne Gemeinschaftsmitglied.

DB Engineering & Consulting GmbH
IMC, Ingenieur Management Consult GmbH
Dr. Graband & Partner GmbH
PG Dresdner Bahn, Vössing Ingenieurgesellschaft mbH / DB Engineering & Consulting GmbH
SPITZKE SE
Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & CO. KG
Hentschke Bau GmbH

Der Auftraggeber behält sich vor, Angebote von Bietern auszuschließen, die unter Mitwirkung eines vom Auftraggeber beauftragten Ingenieurbüros erstellt wurden. Gleiches gilt, wenn zwischen Bieter und beauftragtem Ingenieurbüro eine gesellschaftsrechtliche/verwandtschaftliche Verbundenheit oder wirtschaftliche Abhängigkeit besteht.

-Erklärung, dass der Bewerber/Bieter den DB-Verhaltenskodex für Geschäftspartner (http://www.deutschebahn.com/lieferantenqualifizierung_downloads) oder die BME-Verhaltensrichtlinie (https://www.bme.de/fileadmin/_horusdam/2065-BME-Code_of_Conduct_deutsch.pdf) oder einen eigenen Verhaltenskodex, der im Wesentlichen vergleichbare Prinzipien verbindlich für ihn festlegt, einhalten wird.

-Erklärung, dass er nicht durch die Deutsche Bahn AG wegen Verfehlungen gesperrt und vom Wettbewerb ausgeschlossen ist.

-Erklärung über die Beschäftigung von Mitarbeitern des DB Konzerns (aktive und nicht mehr aktive wie Pensionäre und Rentner) sowie über die wirtschaftliche oder finanzielle Beteiligung am Unternehmen des Bieters von Personen, die außerdem ein Beschäftigungsverhältnis zu einer Gesellschaft des DB Konzerns unterhalten.

Fragen zu den Vergabeunterlagen oder dem Vergabeverfahren sind so rechtzeitig zu stellen, dass dem Auftraggeber unter Berücksichtigung interner Abstimmungsprozesse eine Beantwortung spätestens sechs Tage vor Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe bzw. zur Einreichung der Teilnahmeanträge möglich ist.

Der Auftraggeber behält sich vor, nicht rechtzeitig gestellte Fragen gar nicht oder innerhalb von weniger als sechs Tagen vor Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe bzw. zur Einreichung der Teilnahmeanträge zu beantworten.

Form der geforderten Erklärungen/Nachweise
Alle geforderten Erklärungen/Nachweise sind zwingend vorzulegen, ein Verweis auf frühere Bewerbungen wird nicht akzeptiert. Auflistung nach o. g. Reihenfolge in einer Anlage kurz und prägnant zusammengefasst. Nur diese Informationen werden für die Bieterauswahl berücksichtigt. Darüber hinausgehende Unterlagen sind nicht erwünscht.

Der Auftraggeber behält sich die Anwendung von §§ 123, 124 GWB vor.

Bei Abgabe eines Teilnahmeantrages oder Angebots, in Form einer Bietergemeinschaft, sollten sich die Bietergemeinschaften vorab im Vergabeportal der DB AG registrieren lassen.

Die Teilnahme am Verfahren setzt die unveränderte Zusammensetzung der im Teilnehmerwettbewerb zugelassenen Bietergemeinschaften voraus.

Der Zusammenschluss der im Teilnehmerwettbewerb zugelassenen Einzelbieter zu Bietergemeinschaften ist zulässig.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 4 GWB).

Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2, Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder auf elektronischem Weg bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post (§ 134 Abs. 2 GWB).

Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Kalendertagen nach Kenntnis bzw.soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3, Satz 1, Nr. 1 bis 3 GWB).

Des Weiteren wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen.