Projektmanagement im Bauwesen

DTAD-ID: 11334951
Region:
56077 Koblenz (Arenberg)
Auftragsart:
Europaweite Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren
Vergabestelle:
Sichtbar nach Registrierung
Auftragnehmer:
Sichtbar nach Registrierung
Kategorien:
Projektmanagement im Bauwesen
CPV-Codes:
Projektmanagement im Bauwesen
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)
Kurzbeschreibung:
Gegenstand dieses Verfahrens sind Projektsteuerungs-Leistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr.9, 4. Auflage, 2014 für das Bauprogramm der Bundeswehr zum „Zielausbau des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz“. Neben der Steuerung der Einzelmaßnahmen En…
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
10.11.2015
Frist Angebotsabgabe:
07.12.2015

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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Deutschland-Koblenz: Projektmanagement im Bauwesen - 400 14 4310 – Projektsteuerung Zielausbau Bundeswehrzentralkrankenhaus (BWZK) Koblenz – 15 D 0676.\
Gegenstand dieses Verfahrens sind Projektsteuerungs-Leistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr.9, 4. Auflage, 2014 für das Bauprogramm der Bundeswehr zum „Zielausbau des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz“. Neben der Steuerung der Einzelmaßnahmen Energiezentrale (Maßnahme A) sowie OP-/Funktionsgebäude (Maßnahme G bzw. 1. Bauabschnitt) und Klinikgebäude (Maßnahme H bzw. 2. Bauabschnitt) ist auch eine übergeordnete Steuerung des gesamten Bauprogramms (Programm-Management) als besondere Leistung Bestandteil der zu vergebenden Leistung. Bei den Maßnahmen zum Zielausbau des Bundeswehrzentralkrankenhauses (BWZK) in Koblenz handelt es sich um eine Folge von insgesamt 7 Neu- und Ersatzbaumaßnahmen sowie begleitenden Um-, Rückbau- und Erschließungsmaßnahmen, die über mehrere Jahre abschnittsweise realisiert werden sollen. Diese setzen sich aus vorbereitenden Maßnahmen (Neubau Parkhaus, Rettungswache, Unterkunftsgebäude/Aula), der Errichtung einer zentralen Energieversorgung und zwei zentralen Neubaumaßnahmen in zwei Bauabschnitten zusammen. Die Abwicklung der einzelnen Maßnahmen dieses Bauprogramms steht in einem engen terminlichen und räumlichen Zusammenhang.\
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Maßnahmen:\
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Energiezentrale (Maßnahme A; BGF: 600 m2): Als Ersatz der bestehenden Heizzentrale in der Liegenschaft und zur Versorgung des neuen Klinikums (Maßnahme G u. H) soll eine neue Energiezentrale als eigenständiges, zentral gelegenes Gebäude realisiert werden. Die Errichtung erfolgt unabhängig von der Erstellung anderer Klinikgebäude, was zu einer schnellen Inbetriebnahme (bessere Wirtschaftlichkeit, geringere Wartung) als Ersatz der alten Versorgungsstruktur führt. Weiterhin sollen im Zuge des Maßnahmenpakets A Planungen und bauliche Realisierungen von Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden, wie die Anbindung der neuen Energiezentrale, die Erweiterung AWT-Trasse, Umverlegung bestehender Straßen in der Liegenschaft, Abbruch von alten und dann leergezogenen Gebäude J, K, X, Y u. Z zur Baufeldfreimachung, Anbindung der neuen, sowie der weiterhin fortbestehenden Gebäude (F1, W, A, P, S, T, M, U, Q) in der Liegenschaft.\
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Parkhaus (Maßnahme B; BGF: 14.205 m2):): Die bauliche Realisierung eines Parkhauses mit 569 Stellplätzen auf 10 Parkdecks für Besucher, Patienten und Mitarbeiter erfolgt mittels Funktionalausschreibung. Das Gebäude soll im nordöstlichen Teil der Liegenschaft und in direkter Anbindung an das öffentliche Verkehrswegenetz errichtet werden. Eine direkte fußläufige Anbindung über eine Brücke zu dem später fertiggestellten neuen Klinikum ist vorgesehen.\
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Aula-Gebäude (Maßnahme C; BGF: 88 m2):) und Unterkunftsgebäude (Maßnahme D; BGF: 3.428 m2): Das Aula-Gebäude ist zu Unterrichts- und Besprechungszwecken als zusammenhängendes Gebäude mit dem nach dem neuen Bw-Standard für voraussichtlich 64 Unterkunftseinheiten neu zu errichtenden Unterkunftsgebäude im südlichen Bereich der Liegenschaft vorgesehen. Die im Norden der Liegenschaft befindlichen alten Aula- und Unterkunftsgebäude werden zur Baufeldfreimachung für das Funktionsgebäude (Maßnahme G bzw. 1. Bauabschnitt) zurückzubauen.\
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Rettungswache (Maßnahme E; BGF: 1.134 m2):): Als Ersatzgebäude für die im Zuge der Baufeldfreimachung für das Funktionsgebäude (Maßnahme G bzw. 1. Bauabschnitt) zurückzubauenden Rettungswache im Norden der Liegenschaft, wird eine neue Rettungswache in zentraler Lage angrenzend an den bestehenden Hubschrauberlandeplatz Christoph 23 zu realisieren. Die neue Rettungswache bietet Platz für 5 Einsatzfahrzeuge sowie eine Fahrzeugwaschhalle und ist Ruhe- und Bereitschaftsgebäude für die Bediensteten.\
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OP-/Funktionsgebäude (Maßnahme G bzw. 1. Bauabschnitt; BGF: 32,860 m2):): Das OP-/Funktionsgebäude wird im nördlichen Bereich der Liegenschaft auf dem Gelände der zuvor zurückgebauten Gebäude (Maßnahmen C, D und E) errichtet und beheimatet einen OP-Trakt, einen Highcare-Bereich, Notaufnahme etc. als 1. Bauabschnitt (1.BA). Das Gebäude verfügt über 3 Untergeschosse, Erdgeschoss, 4 Obergeschosse und einen auf der Dachfläche angeordneten Hubschrauberlandeplatz. Die rechteckige, kompakte Gebäudeform über mehrere Stockwerke wird im Inneren von Lichthöfen durchdrungen, um eine Tageslichtversorgung bis in die Räume des Untergeschosses zu erreichen.\
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Klinikgebäude (Maßnahme H bzw. 2. Bauabschnitt; BGF: 29.169 m2):): Das südlich des 1. Bauabschnitts angeordnete Klinikgebäude als 2. Bauabschnitt (2.BA) verfügt über Normalpflege, FU-Stellen etc. und wird über Brücken mit dem 1.Bauabschnitt sowie den Bestandsgebäude A, F1 und W verbunden. Das mehrgeschossige Gebäude hat 3 Untergeschosse, Erdgeschoss und 5 Obergeschosse. Die rechteckige, kompakte Gebäudeform über mehrere Stockwerke wird im inneren von Lichthöfen durchdrungen, um eine Tageslichtversorgung bis in die Räume des Untergeschosses zu erreichen. Zur Baufeldfreimachung für das Klinikgebäude sind das veraltete OP-Gebäude der Liegenschaft (Geb. E), sowie die Versorgungsgebäude Heizzentrale, Wäscherei (Geb. I), abzubrechen. Die Beauftragung der Planungsbüros wird für diese Maßnahme zunächst nur bis LPH 2 (ES-Bau) und als Stufenvertrag erfolgen.\
Gegenstand dieses Verfahrens sind Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr.9, 4. Auflage, 2014 für das Bauprogramm der Bundeswehr zum „Zielausbau des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz“. Neben der Steuerung der Einzelmaßnahmen Energiezentrale (Maßnahme A) sowie OP-/Funktionsgebäude (Maßnahme G bzw. 1. Bauabschnitt) und Klinikgebäude (Maßnahme H bzw. 2. Bauabschnitt) ist auch eine übergeordnete Steuerung des gesamten Bauprogramms (Pro-gramm-Management) als besondere Leistung Bestandteil der zu vergebenden Leistung. Für das Parkhaus (Maßnahme B), das Aula-Gebäude (Maßnahme C), das Unterkunftsgebäude (Gebäude D) und die Rettungswache (Gebäude E) werden reduzierte Teilleistungen der Projektsteuerung als Grundlage für das übergeordnete Programm-Management erforderlich.\
Die Leistungen des Auftragnehmers (AN) umfassen die Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9, 2014 für die Teilprojekte „Energiezentrale“ sowie OP-/Funktionsgebäude (1. Bauabschnitt) und Klinikgebäude (2. Bauabschnitt) in den Handlungsbereichen.\
— A: Organisation, Information, Koordination und Dokumentation\
— B: Qualitäten und Quantitäten\
— C: Kosten und Finanzierung\
— D: Termine, Kapazitäten und Logistik\
— E: Versicherungen und Verträge\
über die Projektstufen\
— PS 1: Projektvorbereitung\
— PS 2: Planung\
— PS 3: Ausführungsvorbereitung\
— PS 4: Ausführung\
— PS 5: Projektabschluss\
Für das Parkhaus (Maßnahme B), das Aula-Gebäude (Maßnahme C), das Unterkunftsgebäude (Gebäude D) und die Rettungswache (Gebäude E) sind zudem Teilleistungen der Projektsteuerung aus den Handlungsbereichen\
— A: Organisation, Information, Koordination und Dokumentation\
— C: Kosten und Finanzierung\
— D: Termine, Kapazitäten und Logistik\
über die Projektstufen\
— PS 1: Projektvorbereitung\
— PS 2: Planung\
— PS 3: Ausführungsvorbereitung\
— PS 4: Ausführung\
— PS 5: Projektabschluss\
vom Auftragnehmer zu erbringen, die zur Durchführung der übergeordneten Steuerung des gesamten Bauprogramms (Programm-Management) erforderlich sind.\
Die übergeordnete Steuerung des gesamten Bauprogramms (Programm-Management) als besondere Leistung setzt sich insbesondere aus folgenden Teilleistungen zusammen:\
— Vorschlagen und Abstimmen der übergeordneten, programmbezogenen Kommunikationsstruktur, des Informations-, Berichts- und Protokollwesens sowie Überprüfen und Umsetzen des Programm-Berichtswesens über alle Projektstufen\
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— Zusammentragung der Inhalte der projektspezifischen Kostenrahmen zu einem Programmkostenrahmen zur späteren Fortschreibung und Nachverfolgung\
— Kontinuierliche Fortschreibung der programmbezogenen Kostensteuerung auf Grundlage der projektspezifischen Kostenverfolgung über alle Projektstufen\
— Aufstellen und Abstimmen des Programm-Terminrahmens auf Grundlage der Terminrahmen der Einzelprojekte zur Darstellung des Programmablaufs sowie dessen Fortschreibung über alle Projektstufen\
— Entwickeln und Abstimmen einheitlicher Standards für das Steuern der Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe\
Der Umfang der konkret zu beauftragenden Teilleistungen richtet sich nach dem Projektfortschritt der entsprechenden Einzelprojekte zum Zeitpunkt der Beauftragung.\
Es ist beabsichtigt, den Datenaustausch und die Kommunikation aller Projektbeteiligten über ein internetbasiertes Projektkommunikationssystem zu koordinieren. Nach Auftragserteilung wird das Ermitteln der Ziele des Einsatzes eines solchen Systems, die Formulierung der Vorgaben an das System hinsichtlich der Zielerreichung sowie die Empfehlung zum Einsatz eines bestimmten Projektkommunikationssystems an den AG somit eine der wichtigsten Aufgaben des AN darstellen.\
Die örtliche Präsenz des Projektleiters, des stellvertretenden Projektleiters sowie der Projektbearbeiter richtet sich nach den Erfordernissen des Projektfortschritts und der tatsächlichen Arbeitsbelastung. Das Team von Projektbearbeitern ist bei Bedarf derart zu erweitern, dass eine zügige und kontinuierliche Projektbearbeitung gewährleistet ist. Hierzu wird der AN verpflichtet, vor Ort, bis zur Übergabe / Abrechnung des Bauwerks bzw. der baulichen Anlagen ein Büro nach Vorgabe des AG ausreichend zu besetzen. Die Räume werden dem AN vom AG zur Verfügung gestellt.\
Der Projektleiter bzw. sein Stellvertreter müssen sowohl in der Planungs- als auch in der Ausführungsphase an den regelmäßig stattfindenden Projektbesprechungen teilnehmen.\
Die Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9 (2014) sollen jeweils über die komplette Projektlaufzeit und die Leistungen zur übergeordneten Gesamtsteuerung des Programms (Programm-Management) über den gesamten Zeitraum des Zielausbaus des Bundeswehrzentralkrankenhauses erbracht werden. Es ist vorgesehen, sämtliche Leistungen in einem Vertrag zusammenzufassen und stufenweise zu beauftragen.\
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CPV-Codes: 71541000
Erfüllungsort:
Koblenz.\
Nuts-Code: DEB11\
Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren
Dokumententyp:
Ausschreibung
Vergabeordnung:
Dienstleistungsauftrag
Aktenzeichen:
400 14 4310 - Projektsteuerung Zielausbau Bundeswehrzentralkrankenhaus (BWZK) Koblenz - 15D0676
Termine & Fristen
Angebotsfrist:
07.12.2015 - 23:59 Uhr\
Ausführungsfrist:
Laufzeit in Monaten: 156 (ab Auftragsvergabe)\
Bedingungen & Nachweise
Sicherheiten:
Berufshaftpflichtversicherung des Auftragnehmers mit einer Deckungssumme von min. 3.000.000 EUR für Personenschäden und von min. 5.000.000 EUR für sonstige Schäden im Auftragsfall bei einem, in einem Mitgliedsstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens oder Kreditversicherers.\
Der Auftragnehmer muss eine Berufshaftpflichtversicherung während der gesamten Vertragslaufzeit unterhalten und ist verpflichtet, dem AG jährlich eine aktuelle Versicherungsbescheinigung vorzulegen. Er/Sie hat zu gewährleisten, dass zur Deckung eines Schadens aus dem Vertrag Versicherungsschutz in Höhe der genannten Deckungssummen besteht. In jedem Fall ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr mindestens das Zweifache der Deckungssumme beträgt.\
Wird eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, so muss diese Erklärung im Auftragsfalle auftragsbezogen auf die Arbeitsgemeinschaft ausgestellt sein und eine gesamtschuldnerische Haftung auch für Schäden im Verantwortungsbereich der anderen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft abdecken.\
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Zahlung:
Auf Antrag des AN werden Abschlagszahlungen für die nachgewiesenen vertragsgemäßen Leistungen und Nebenkosten einschließlich des darauf entfallenden bzw. dazu ausgewiesenen Umsatzsteuerbetrages gewährt. Die Forderungsaufstellung (Abschlagsrechnung) muss prüffähig sein.\
Abschlagszahlungen werden 18 Werktage nach Zugang der prüffähigen Abschlagsrechnung bzw. der Versendung der Ersatzabschlagsrechnung fällig.\
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Zuschlagskriterien:
Wirtschaftlichstes Angebot
Geforderte Nachweise:
Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers\
Folgende Angaben sind mit dem Teilnahmeantrag einzureichen:\
Auszug aus dem gerichtlichen Register (Berufs-, Handels- oder Partnerschaftsregister) oder in Ermangelung eines solchen, eine Bescheinigung einer Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Ursprungs- oder Herkunftslandes, sofern die Gesellschaftsform dies erfordert.\
Auskunft zu wirtschaftlichen Verknüpfungen mit Unternehmen, die Ausführungs- oder Lieferinteressen verfolgen und auf welche Art sie auf den Auftrag bezogen in relevanter Weise mit Anderen zusammenarbeiten (gem. § 4 Abs. 2 VOF 2009), als Eigenerklärung.\
Erklärung, dass keine der nachfolgend aufgeführten Ausschlussgründe gem. § 4 Abs. 6 und § 4 Abs. 9 VOF 2009 vorliegen, als Eigenerklärung:\
§ 4 (6) Ein Bewerber oder Bieter ist von der Teilnahme an einem Vergabeverfahren wegen Unzuverlässigkeit auszuschließen, wenn der Auftraggeber Kenntnis davon hat, dass eine Person, deren Verhalten dem Unternehmen zu zurechnen ist, rechtskräftig verurteilt worden ist:\
a) § 129 des Strafgesetzbuches (StGB) (Bildung krimineller Vereinigungen), § 129a StGB (Bildung terroristischer Vereinigungen), § 129b StGB (kriminelle und te rroristische Vereinigungen im Ausland),\
b) § 261 StGB (Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte),\
c) § 263 StGB (Betrug), soweit sich die Straftatgegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden,\
d) § 264 StGB (Subventionsbetrug), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden,\
e) § 334 StGB (Bestechung), auch in Verbindung mit Artikel 2 des EU-Bestechungsgesetzes, Artikel 2 § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung in ternationaler Bestechung, Artikel 7 Absatz 2 Nummer 10 des Vierten Strafrechtsänderungsgesetzes und § 2 des Gesetzes über das Ruhender Verfolgungsverjährung und die Gleichstellung der Richter und Bediensteten des Internationalen Strafgerichtshofes,\
f) Artikel 2 § 2 des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung (Bestechung ausländischer Abgeordneter im Zusammenhang mit internationalem Geschäftsverkehr),\
g) § 370 der Abgabenordnung, auch in Verbindung mit § 12 des Gesetzes zur Durchführung der gemeinsamen Marktorganisationen und der Direktzahlungen (MOG), soweit sich die Straftat gegen den Haushalt der EG oder gegen Haushalte richtet, die von der EG oder in ihrem Auftrag verwaltet werden.\
Einem Verstoß gegen diese Vorschriften gleichgesetzt sind Verstöße gegen entsprechende Strafnormen anderer Staaten. Ein Verhalten einer rechtskräftig verurteilten Person ist einem Bewerber oder Bieter zuzurechnen, wenn sie für diesen Bewerber oder Bieter bei der Führung der Geschäfte selbst verantwortlich gehandelt hat oder ein Aufsichts- oder Organisationsverschulden gemäß § 130 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) dieser Person im Hinblick auf das Verhalten einer anderen für den Bewerber oder Bieter handelnden, rechtskräftig verurteilten Person vorliegt.\
§ 4 (9) Von der Teilnahme am Vergabeverfahren können Bewerber oder Bieter ausgeschlossen werden,\
a) die sich im Insolvenzverfahren oder in Liquidation befinden oder ihre Tätigkeit eingestellt haben oder sich aufgrund eines in den einzel staatlichen Rechtsvorschriften vorgesehenen gleichartigen Verfahrens in einer entsprechenden Lage befinden,\
b) die aufgrund eines rechtskräftigen Urteils aus Gründen bestraft worden sind, die ihre berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellen,\
c) die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit eine schwere Verfehlung begangen haben, die vom Auftraggeber nachweislich\
festgestellt wurde,\
d) die ihre Verpflichtung zur Zahlung der Steuern und Abgaben nicht erfüllt haben,\
e) die sich bei der Erteilung von Auskünften, die nach den §§ 4, 5 und 10 eingeholt werden können, in erheblichem Maß falscher Erklärungen schuldig gemacht haben oder diese Auskünfte unberechtigterweise nicht erteilen.\
Eigenerklärung nach dem Verpflichtungsgesetz (VerpflG): Der Bewerber erklärt sich bereit, sich im Auftragsfall nach dem Gesetz über die förmliche Verpflichtung nichtbeamteter Personen (Verpflichtungsgesetz vom 2. März 1974 (BGBl. I S. 469, 547), das durch § 1 Nummer 4 des Gesetzes vom 15. August 1974 (BGBl. I S. 1942) geändert worden ist) auf die gewissenhafte Erfüllung seiner Obliegenheiten verpflichten zu lassen.\
Die Anforderung von Originalen wird vorbehalten.\
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit\
Berufshaftpflichtversicherung:\
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung des Auftragnehmers mit einer Deckungssumme von min. 3.000.000 EUR für Personenschäden und von min. 5.000.000 EUR für sonstige Schäden im Auftragsfall bei einem, in einem Mitgliedsstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens oder Kreditversicherers ist mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.\
Der Auftragnehmer muss eine Berufshaftpflichtversicherung während der gesamten Vertragszeit unterhalten und ist verpflichtet dem AG jährlich eine aktuelle Versicherungsbescheinigung vorzulegen. Sie/Er hat zu gewährleisten, dass zur Deckung eines Schadens aus dem Vertrag Versicherungsschutz in Höhe der genannten Deckungssummen besteht. In jedem Fall ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr mindestens das Zweifache der Deckungssumme beträgt.\
Wird eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, so muss diese Erklärung im Auftragsfalle auftragsbezogen auf die Arbeitsgemeinschaft ausgestellt sein und eine gesamtschuldnerische Haftung auch für Schäden im Verantwortungsbereich der anderen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft abdecken.\
Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren:\
Der Gesamtumsatz sowie der Umsatz mit vergleichbaren Dienstleistungen (Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9) der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre gem. § 5 Abs. 4 Nr. c VOF 2009 ist durch den Bewerber mit dem Teilnahmeantrag zu benennen.\
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Technische Leistungsfähigkeit\
Allgemeines:\
Zum Nachweis der fachlichen Eignung hat der Bewerber/das Unternehmen Nachweise gem. § 5 Abs. 5 lit. a, b, c, d, e, f und h VOF 2009, wie nachfolgend näher beschrieben mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Entsprechende Formblätter werden mit den Ausschreibungsunterlagen zur Verfügung gestellt.\
A) Zusammensetzung des Projektteams:\
Der Bewerber/das Unternehmen hat ein Organigramm des geplanten Projektteams mit Angabe der technischen Leitung (§ 4 (3) u. § 5 (5) c VOF) einzureichen.\
Die nachfolgend im Einzelnen aufgeführten Personen des Projektteams sind gem. § 4 (3) VOF 2009 namentlich zu benennen und mit beruflicher Qualifikation anzugeben.\
— der/die Projektleiter(in) (PL),\
— der/die stellvertretende Projektleiter(in) (Stlv. PL)\
— der/die vorgesehenen Projektbearbeiter(in/innen) (PB)\
Der vorgesehene Projektleiter und sein Stellvertreter müssen zwingend eine abgeschlossene, möglichst fachbezogene Hochschulausbildung (TU/TH/FH) sowie eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung als Projektleiter/projektleitender Projektsteuerer nachweisen. Die Berufserfahrung insgesamt sowie als Projektleiter/projektleitender Projektsteuerer ist jeweils in Jahren anzugeben.\
Die vorgesehenen Projektbearbeiter/innen müssen jeweils eine mindestens 2-jährige Berufserfahrung nachweisen. Berufserfahrung der Projektbearbeiter/innen ist zudem in Jahren insgesamt anzugeben.\
B) Persönliche Referenzen des Projektteams (Bearbeitungszeitraum: abgeschlossene Projektstufen im Zeitraum 01.01.2006-31.10.2015):\
Für den Projektleiter und den stellvertretenden Projektleiter ist jeweils eine Kurzbeschreibung der persönlichen Referenzen bezogen auf Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9 für komplexe Hochbauprojekte einzureichen. Es müssen für den Projektleiter und den stellvertretenden Projektleiter jeweils mindestens zwei, entsprechende persönliche Referenzen eingereicht werden. Projektsteuerungsleistungen für Hallen- oder Logistikgebäude sind mit den in diesem Verfahren zu vergebenden Leistungen nicht vergleichbar. Sollten die erbrachten Projektsteuerungsleistungen für einen oder mehrere Krankenhaus- oder Klinikbauten, medizintechnische Labor- oder Forschungsgebäude erbracht worden sein, so wird dies im Rahmen der Wertungsmatrix positiv bewertet. Hierdurch soll nachgewiesen werden, dass der Bewerber bereits vergleichbare Projekte gesteuert hat. Neben dem Umfang der erbrachten Leistung (Projektstufen und Handlungsbereiche in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9), der Netto-Baukosten (KG 200-600) sowie des Auftraggebers sind auch die Bruttogrundfläche BGF sowie der Fertigstellungstermin bezogen auf die erbrachte Leistung zu benennen. Es können hierzu ausdrücklich auch andere als die unter Ziffer 3.2.6 des Bewerbungsbogens angegebenen Referenzprojekte des Bewerbers benannt werden.\
Die persönlichen Referenzprojekte des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters werden in den Kategorien erbrachter Leistungsumfang, Bruttogrundfläche BGF, Fertigstellungstermin (bezogen auf die erbrachte Leistung) sowie Erfahrungen im Krankenhaus- bzw. Klinikbau bewertet. In der Wertungsmatrix wird schließlich das arithmetische Mittel der einzelnen Kategorien aller eingereichten Referenzprojekte des jeweiligen Mitarbeiters gebildet.\
C) Referenzen des Bewerbers für vergleichbare Leistungen: (Bearbeitungszeitraum: abgeschlossene Projektstufen im Zeitraum 01.01.2006-31.10.2015):\
Es müssen mindestens 3 Referenzen des Bewerbers für vergleichbare Leistungen mit dem Teilnahmeantrag eingereicht werden (jeweils max. 3 Seiten DIN A 4; hierin enthaltene Abbildungen oder Plandarstellungen dürfen max. das Format DIN A3 besitzen), anhand derer die fachliche Eignung für die zu vergebenden Leistungen besonders deutlich wird.\
Eine bereits erbrachte Leistung ist mit den in diesem Verfahren zu vergebenden Leistungen vergleichbar, wenn Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9 für komplexe Hochbauprojekte erbracht wurden. Projektsteuerungsleistungen für Hallen- oder Logistikgebäude sind mit den in diesem Verfahren zu vergebenden Leistungen nicht vergleichbar.\
Sollten die erbrachten Projektsteuerungsleistungen für einen oder mehrere Krankenhaus- oder Klinikbauten, medizin-technische Labor- oder Forschungsgebäude erbracht worden sein, so wird dies im Rahmen der Wertungsmatrix positiv bewertet.\
Die Referenzprojekte des Bewerbers werden in den Kategorien erbrachter Leistungsumfang, Bruttogrundfläche BGF, Fertigstellungstermin (bezogen auf die erbrachte Leistung) sowie Erfahrungen im Krankenhaus- bzw. Klinikbau bewertet. In der Wertungsmatrix wird schließlich das arithmetische Mittel der einzelnen Kategorien aller eingereichten Referenzprojekte des Bewerbers gebildet.\
Gewertet werden nur solche Projekte, bei denen abgeschlossene Projektstufen in den einzelnen Handlungsbereichen durch den Bewerber erbracht wurden. Sollten Sie ein laufendes Projekt als Referenz angeben wollen, so werden nur die bisher abschließend bearbeiteten Projektstufen bewertet. Die abgeschlossenen Projektstufen sind unter Angabe des Fertigstellungstermins sowie der bearbeiteten Handlungsbereiche eindeutig zu benennen.\
Soll ein Bauprogramm mit mehreren Einzelmaßnahmen unterschiedlicher Größe, unterschiedlichen Umfangs der Leistungserbringung sowie unterschiedlicher Bearbeitungsstände als eine Referenz eingereicht werden, so ist folgendes zu beachten:\
— Für alle Einzelmaßnahmen des Bauprogramms sind die vorgenannten Angaben zu Referenzen unter Zuhilfenahme des beiliegenden Formblattes für Referenzen anzugeben. Es ist eindeutig kenntlich zu machen, welche Maßnahmen Bestandteil des Bauprogramms sind.\
— Die Bewertung der Referenz „Bauprogramm“ ergibt sich dann aus dem arithmetischen Mittel der Bewertung der Einzelmaßnahmen des Bauprogramms.\
— Es steht dem Bewerber frei, auch Einzelmaßnahmen eines Bauprogramms als Referenz anzugeben.\
— Gleiches gilt für den Fall, dass ein Bauprogramm als persönliche Referenz des Projektleiters und/oder des stellvertretenden Projektleiters eingereicht werden.\
Folgende Angaben zu den Referenzprojekten sind jeweils erforderlich:\
— Benennung des Bauvorhabens inkl. kurzer Projektbeschreibung in Wort und Bild\
— Ansprechpartner des sich bewerbenden Büros (Name, Anschrift, Kontaktdaten)\
— Ansprechpartner Bauherr (Name, Anschrift, Kontaktdaten)\
— Angabe der Netto-Baukosten (KG 200-600), sofern diese bekannt gegeben werden dürfen\
— Angabe der Bruttogrundfläche BGF\
— Angabe der Projekttermine (Gesamtprojektlaufzeit, Bauzeit, Übergabetermin etc.)\
— Fertigstellungstermin bezogen auf die im Referenzprojekt erbrachte Leistung resp. die abschließend bearbeiteten Leistungsstufen in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9\
— Referenzschreiben des Auftraggebers – soweit vorhanden\
— Angabe des erbrachten Leistungsumfangs (Leistungsstufen und Handlungsbereiche in Anlehnung an AHO Heft Nr. 9, 2014).\
Die Bewertung der Referenzen des Bewerbers und der persönlichen Referenzen des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters erfolgen analog nach der beschriebenen Systematik.\
Die geforderten Angaben zu den persönlichen Referenzen des Bewerbers, des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters müssen unter Zuhilfenahme des beiliegenden Formblattes für Referenzen eingereicht werden. Es ist dabei für jede Referenz ein separates Formblatt zu verwenden.\
D) Anzahl und Zusammensetzung der Mitarbeiter des Unternehmens\
Der Bewerber hat im Bewerbungsbogen Angaben über das jährliche Mittel der vom Bewerber in den letzten drei Jahren Beschäftigten gesamt, der Anzahl seiner Führungskräfte (ab Ebene Projektleitung), der Anzahl der fest angestellten Projektsteuerer (Architekten/Ingenieure) und seiner freien Mitarbeiter (§ 5 (5) d VOF) zu machen.\
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E) Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement:.\
Der Bewerber hat darüber hinaus die Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität und seiner Untersuchungs- oder Forschungsmöglichkeiten zu beschreiben (§ 5 (5) f VOF) und anzugeben, welche Teile des Auftrages er unter Umständen als Unterauftrag zu vergeben beabsichtigt (§ 5 (5) h VOF).\
Das im Unternehmen ggf. eingesetzte Qualitätsmanagement- bzw. Qualitätssicherungssystem (ISO 9001-…. oder eigene QS-Systeme) ist durch den Bewerber zu benennen und die wesentlichen Inhalte inkl. Angaben zu einer ggf. existierenden Zertifizierung kurz zu beschreiben.\
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Möglicherweise geforderte Mindeststandards:\
Zu B) und C):\
Der Bearbeitungszeitraum der Referenzobjekte (persönliche Referenzen des Projektleiters und des stellv. Projektleiters sowie Referenzen des Bewerbers) erstreckt sich auf den Zeitraum 01.01.2006-31.10.2015. Referenzobjekte finden nur insoweit Berücksichtigung, also abgeschlossene Projektstufen in diesem Zeitraum fertig gestellt wurden.\
Zu A):\
a) Der in den Bewerbungsunterlagen benannte Projektleiter und der stellvertretende Projektleiter müssen an den Verhandlungsgesprächen, die voraussichtlich in KW 3 und KW4 2016 stattfinden, teilnehmen. Ein Austausch des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters im laufenden Vergabeverfahren führt zum Ausschluss aus dem Verfahren.\
b) Der vorgesehene Projektleiter und sein Stellvertreter müssen zwingend eine abgeschlossene, möglichst fachbezogene Hochschulausbildung (TU/TH/FH) sowie eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung als Projektleiter/projektleitender Projektsteuerer nachweisen\
c) Die vorgesehenen Projektbearbeiter/innen müssen jeweils eine mindestens 2-jährige Berufserfahrung nachweisen\
Zu B):\
Es müssen für den Projektleiter und den stellvertretenden Projektleiter jeweils mindestens zwei persönliche Referenzen eingereicht werden.\
Zu C):\
Es müssen mindestens 3 Referenzen des Bewerbers für vergleichbare Leistungen mit dem Teilnahmeantrag eingereicht werden (jeweils max. 3 Seiten DIN A 4; hierin enthaltene Abbildungen oder Plandarstellungen dürfen max. das Format DIN A3 besitzen), anhand derer die fachliche Eignung für die zu vergebenden Leistungen besonders deutlich wird.\
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