Prüfstände - Belastungsanlage, V0586/2019, Universität Bremen Hipe-Wind

DTAD-ID: 15473276
Region:
28359 Bremen (Horn)
Auftragsart:
Europaweite Ausschreibung
Dokumententyp:
Ausschreibung
Verfahrensart:
Offenes Verfahren
Vergabestelle:
Sichtbar nach Registrierung
Auftragnehmer:
Sichtbar nach Registrierung
Kategorien:
Elektrische Motoren, Generatoren und Transformatoren, Mess-, Kontroll-, Prüf-, Navigationsinstrumente, PKW, Sonstige Kraftfahrzeuge, Anhänger, Fahrzeugteile
CPV-Codes:
Teile von Transformatoren, Induktionsspulen und Stromrichtern, Prüfstände, Apparate und Geräte zum Prüfen und Testen
Vergabeordnung:
Lieferauftrag (VOL)
Kurzbeschreibung:
Leistungselektronische Belastungsanlage zur Prüfung von Frequenzumrichtern aus Windenergieanlagen bis 10 MW.
Informationsstand
DTAD-Veröffentlichung:
24.07.2019
Frist Angebotsabgabe:
24.09.2019

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Leistungsbeschreibung
Beschreibung:
Deutschland-Bremen: Prüfstände - Belastungsanlage, V0586/2019, Universität Bremen Hipe-Wind - Belastungsanlage, V0586/2019, Universität Bremen Hipe-Wind
Leistungselektronische Belastungsanlage zur Prüfung von Frequenzumrichtern aus Windenergieanlagen bis 10 MW.

CPV-Codes:
34328100

Die zu liefernde Leistung umfasst die Auslegung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme eines kompletten Prüfstandes in Form einer leistungselektronischen Belastungsanlage inklusive des Zubehöres zur Prüfung von Frequenzumrichtern aus Windenergieanlagen mit Leistungen von 300 kW bis 10 MW.
Die Belastungsanlage muss eine in Frequenz, Amplitude und Signalform frei programmierbare Ausgangsspannung am Anschlussknoten bereitstellen können, mit der das Verhalten eines Generators oder Stromnetzes nachgebildet werden kann. Hieran muss ein Prüfling in Form eines Frequenzumrichtersystems, beispielsweise aus einer Windenergieanlage, angeschlossen werden können. Die Energie muss „im Kreis" gefahren werden können (power in the loop). Lediglich die Verluste müssen aus dem Netz nachgespeist werden.
Mithilfe von Transformatoren muss die am Prüfling anliegende Spannung durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses angepasst werden können.
Um die Leistungsbandbreite möglicher Prüflinge zwischen 300 kW und 10 MW flexibel bereitstellen zu können, muss die zu liefernde Belastungsanlage aus 4 gleichartigen Belastungseinheiten mit einer Leistung von jeweils 2,5 MW aufgebaut werden, die dann durch Parallelschaltung den Prüfling mit der geforderten Leistung belasten können. Beispiel: Hat der Prüfling eine Leistung von 3 MW, dann werden nur 2 Teilsysteme der Belastungsanlage parallelgeschaltet und so betrieben, dass jedes Teilsystem mit 1,5 MW zur Gesamtleistung beiträgt.
Kern jeder der 4 gleichartigen Belastungseinheiten muss ein Frequenzumrichter bestehend aus 2 unabhängigen Wechselrichtern (WR1x und WR2x) mit Spannungszwischenkreis sein. Jeder Frequenzumrichter muss sowohl statisch als auch dynamisch in allen 4 Quadranten der Spannungs-Stromebene betrieben werden können. Weiterhin gehören zu jeder Belastungseinheit die notwendigen Transformatoren.
Der „netzseitige" Wechselrichter WR1x der Belastungseinheit muss die Zwischenkreisspannung und die aus dem Netz bezogene bzw. abgegebene Blindleistung regeln.
Die eigentliche Belastung des Prüflings mit einer Maschinen- oder Netznachbildung muss durch die Wechselrichter WR2x erfolgen. Diese Wechselrichter WR2x müssen zur Begrenzung der Oberschwingungen mit entsprechenden Ausgangsfiltern ausgestattet werden (Filter WR2x).
Die Regelungen der Wechselrichter WR1x und WR2x müssen durch den Auftraggeber (siehe 2.2.13.1) mit eigenen Funktionsblöcken sowohl erweitert als auch komplett selbst erstellt werden können. Zugriff muss hierbei bis auf den 3-phasigen Spannungssollwert des Pulsweitenmodulators möglich sein.
Die Programmierung des herstellerseitigen Systems muss dem Auftraggeber in Schulungen vermittelt werden.
Die Belastungsanlage muss in einer bestehenden Halle im Erdgeschoss aufgestellt werden. Aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Grundfläche muss ein Teil der Belastungsanlage auf einer durch den Auftragnehmer zu liefernden Stahlbaubühne mit einer Grundfläche von ca. 182 m2 aufgestellt werden.
Neben der beschriebenen Belastungsanlage muss ein einzelner Frequenzumrichter geliefert werden, der für die Einarbeitung in die Programmierung und die Erstellung von Funktions- und Regelungsblöcken unabhängig von der Belastungsanlage genutzt werden kann (Vorversuchsplattform).
Der Frequenzumrichter der Vorversuchsplattform muss vom Aufbau des Leistungsteils identisch zu einem Frequenzumrichter einer Belastungseinheit aufgebaut sein. Die Leistung muss 300 kVA bei 3AC 630 V betragen. Die Steuerung muss identisch zur Steuerung der Belastungsanlage aufgebaut sein.
Die zu erfüllenden Anforderungen sind in der Leistungsbeschreibung aufgeführt.
Für die Beschaffung des Klimaraumes stehen maximal 3 700 000 EUR (netto, ohne USt.) zur Verfügung. Gebote die über dieser Preisobergrenze liegen können nicht berücksichtigt werden.

Erfüllungsort:
NUTS-Code: DE50
Hauptort der AusführungBremen
Verfahren & Unterlagen
Verfahrensart:
Offenes Verfahren
Dokumententyp:
Ausschreibung
Vergabeordnung:
Lieferauftrag (VOL)
Aktenzeichen:
V0586/2019
Termine & Fristen
Angebotsfrist:
24.09.2019
Bedingungen & Nachweise
Sprache:
DE
Zuschlagskriterien:
Preis

Geforderte Nachweise:
Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:
Eintragung in das Berufs- und Handelsregister (§ 44 Abs. 1 VgV 2016)

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Für Vorauszahlungen bis zur Tilgung der Vorauszahlung durch Anrechnung auf fällige Zahlungen ist eine Sicherheit in Form einer unbefristeten Bürgschaft zu stellen.(siehe Ausschreibungsunterlagen Formblatt 634)
Bürgschaftsurkunde: gemäß Formblatt 423 der Ausschreibungsunterlagen
Eigenerklärung über eine Berufshaftpflichtversicherung (§ 45 Abs. 4 Nr. 2 VgV 2016)
Berufshaftpflichtversicherung: Mindestdeckungssummen 1 000 000 EUR für Personenschäden und 1 000 000 EUR für sonstige Schäden.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Nachweise über mindestens 3 in den letzten 3 Geschäftsjahren fertiggestellte Prüfstände mit eingesetzten Frequenzumrichtern mit folgenden Mindestanforderungen einzureichen:
— Nennspannung 3AC 690 V (verkettete Außenleiterspannung),
— Nennleitung ≥ 3 MVA,
— Schaltfrequenz ≥ 2 000 Hz.
Zusätzlich muss ein Nachweis über mindestens 1 in den letzten 3 Geschäftsjahren fertiggestellten Prüfstand mit eingesetzten Frequenzumrichtern und folgenden Mindestanforderungen eingereicht werden:
— Nennspannung ≥ 3AC 690 V (verkettete Außenleiterspannung),
— Nennleitung ≥ 2 MVA,
— Parallelbetrieb von mindestens 3 Umrichtersystemen.
Folgende Eckdaten müssen in jedem der Nachweis angegeben werden:
— Firmenname und -adresse des Empfängers,
— Nennspannung,
— Nennleitung,
— Schaltfrequenz,
— Anzahl parallel geschalteter Umrichtersysteme.
Die Ausführung muss den Mindestanforderungen der Ausschreibungsunterlagen entsprechen.

Sonstiges
 
Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://vergabe.bremen.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-16c08cec699-214048a07788a945
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://vergabe.bremen.de

Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts

Haupttätigkeit(en)
Bildung

Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

Weitere(r) CPV-Code(s)
38500000
31162000

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems:
Beginn: 01.01.2020
Ende: 30.11.2020
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein

Angaben über Varianten/Alternativangebote:
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein

Angaben zu Optionen:
Optionen: nein

Angaben zu Mitteln der Europäischen Union:
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Zusätzliche Angaben

Zu Pkt. II.2.7 Laufzeit: Die Anlieferung von Komponenten für die Belastungsanlage ist ab dem 1.1.2020 möglich. Die Inbetriebnahme muss vor dem 30.8.2020 erfolgen.


Bedingungen für die Ausführung des Auftrags

Siehe Vergabeunterlagen.

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja

Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 24.09.2019
Ortszeit: 10:00

Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können
Deutsch

Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 29.11.2019

Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 24.09.2019
Ortszeit: 10:00
Angaben über befugte Personen und das Öffnungsverfahren:
Entfällt

Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein

Zusätzliche Angaben

1) Rügen sind ausschließlich an den unter I.1) genannten Auftraggeber zu senden;
2) Werden im Vergabeverfahren Bescheinigungen von Auftraggebern oder amtlichen Stellen gefordert, sind sie – soweit sie nicht in Deutsch verfasst wurden – inklusive einer beglaubigten deutschsprachigen Übersetzung einzureichen.

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer der Freien Hansestadt Bremen beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Contrescarpe 72
Bremen
28195
Deutschland
Telefon: +49 42136110333
E-Mail: [email protected]
Fax: +49 42149632311
Internet-Adresse: https://bauumwelt.bremen.de/ressort/vergabekammer-3529

Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
a) Ein Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach §97 Abs. 6 GWB 2013 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht, kann ein Nachprüfungsverfahren gemäß der §§ 160 ff. GWB 2013 bei der unter VI.4.1. genannten Stelle einleiten;
b) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
— der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat,
— Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
— Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Vergabebekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
— mehr als 15 Tage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
c) Die Ausführungen zur Unzulässigkeit (vorstehend unter lit. B) gelten nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Satz 2 GWB 2013.
§ 134 Abs. 1 Satz 2 GWB 2013 bleibt unberührt.

Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
Tag: 22.07.2019